Auf der Suche nach dem Hamsterbau

13 October 2017
 

Nach dem Einfangen im Frühjahr (lesen Sie dazu http://www.grand-hamster-alsace.eu/die-verfolgung-der-feldhamster-geschieht-durch-einfangen/?lang=de) setzt sich die Beobachtung der Feldhamster in den zum LIFE Alister-Programm gehörenden Studien-Parzellen mit der Suche nach „aktiven“ Höhlen fort.

Am 25. und 26. Juli 2017 wurden die LIFE-Teams des ONCFS[i] von acht Aushilfskräften unterstützt, um das Vorhandensein der Hamster in den acht Studien-Parzellen (6 Mais- und 2 Weizen-Parzellen) zu überprüfen.

Alle Maisreihen (mit einer Höhe von bis zu 2 Metern!) wurden durchsucht, um Hamsterbaue zu finden. 134 Höhlen wurden dabei bis ins kleinste Detail untersucht: Breite des Höhleneingangs, Tiefe und Neigungswinkel der Höhlengalerie, Vorhandensein von Erdhügeln, Fäkalien und Nahrungsresten…
Vor Höhlen, die nicht eindeutig identifiziert werden konnten, wurde eine Kamerafalle aufgestellt, um herauszufinden, ob der jeweilige Bau zu einem Feldhamster gehört und/oder ob er bewohnt ist.
Die Teams hatten zudem das Glück, drei Tiere außerhalb ihrer Höhlen beobachten zu können!

Letztlich wurden 45 als aktiv eingestufte und von Feldhamstern bewohnte Höhlen erfasst. Nun müssen die Ergebnisse der Kamerafallen ausgewertet werden, um zu beurteilen, ob die Population in diesen Parzellen tatsächlich zunimmt. Danach werden die im Frühjahr ermittelten Hamsterbaue mit den neuen Daten verglichen, so wie es bereits 2015 bei den Mais-Parzellen erfolgte.
Die Wissenschaftler wollen damit herausfinden, ob es innerhalb der ökologisch verbesserten Parzellen (Vorhandensein eines Schutzstreifes zwischen den Maisreihen) mehr Hamster gibt als in den traditionell angebauten Maisfeldern.

prospection 2
prospection1

 

prospection-3

 

Mulot

 

Kein Glück, dieser Bau wird von einer Feldmaus bewohnt!

 

GH-1

 

GH-2

 

GH-3

Aber hier handelt es sich sehr wohl um den Bau eines Feldhamsters!

 


[i]ONCFS: Office National de la Chasse et de la Faune Sauvage

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