Projekt Life Alister

Portée à 2 semaines 3In Frankreich kommt der Feldhamster ausschließlich im Elsass vor und seine Population nimmt ständig ab. Im Jahre 1972 war diese Tierart noch in 329 Elsässer Gemeinden anzutreffen. In 2014 kann die Art mit Sicherheit nur noch in 17 Gemeinden nachgewiesen werden, hauptsächlich im Südwesten von Straßburg.

Die jüngsten Schätzungen aus dem Jahre 2012 (genetische Studie) gehen von einer Population von 500 bis 1000 Feldhamstern aus, was noch weit von der Zahl entfernt ist, die man als lebensfähigen Mindestbestand ansieht (1500 Feldhamster).

Diese Situation rechtfertigt, dass der Feldhamster als geschützte Art eingestuft wird und mehrere Gesetzestexte die Verhaltensweisen reglementieren, die ihm abträglich werden können.

Im Elsass bemühte sich von 2007 bis 2011 eine spezielle Hamsterschutzpolitik, insbesondere im Rahmen des Nationalen Aktionsplans (Plan National d’Actions - PNA), die Populationen in drei Schwerpunktzonen wiederherzustellen und ihren Niedergang aufzuhalten. Trotz der erzielten Fortschritte hat die Feldhamsterpopulation im Elsass jedoch noch immer nicht die Untergrenze der Überlebensfähigkeit erreicht. Aufgrund dieser Situation wurde für den Zeitraum 2012 bis 2016 ein neuer PNA zugunsten des Feldhamsters umgesetzt.

Das Projekt Alster steht im Zusammenhang mit einer zu diesen Maßnahmen komplementären und innovativen Vorgehensweise.

Einerseits besteht die Rolle von Projekt ALISTER darin, die erzielten Resultate zu konsolidieren und zu verstärken:

  • Anstieg der Populationen dank der Auswilderung von Feldhamstern,
  • Verbesserung der Lebensbedingungen dank Anbau von für den Feldhamster günstigen Feldfrüchten.

Andererseits geht es darum, die Nachhaltigkeit der Ergebnisse dieser Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen sicherzustellen. Dies geschieht durch die Umsetzung von Praktiken, die es erlauben, die unterschiedlichen Interessen von Umweltschutz und Wirtschaft miteinander zu vereinbaren.

Daher arbeiten im Rahmen dieses Projekts die folgenden Organisationen und Unternehmen als Partner zusammen:

  • Chambre d’agriculture de région Alsace (Landwirtschaftkammer der Region Elsass),
  • Centre National de la Recherche Scientifique (Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung),
  • Office Nationale de la Chasse et de la Faune Sauvage (Französische Jagd- und Wildtierbehörde) ,
  • Groupe d’Etude et de Protection des Mammifères d’Alsace (Gruppe für den Schutz und die Erforschung der Säugetiere im Elsass),
  • ACTéon,
  • Région Alsace (Region Elsass) (die auch Projektkoordinatorin ist).
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