Der „Workshop“-Nachmittag des Kolloquiums

13 November 2018
 

Nachdem am Vormittag im „Maison de la Région Grand Est“ in Straßburg Präsentationen und persönlicher Austausch stattgefunden hatten, ging das Kolloquium zur Fortsetzung von LIFE Alister am Nachmittag auf dem Betrieb von Jean-Luc Meppiel weiter, einem Landwirt in Oberschaeffolsheim, der an den landwirtschaftlichen Versuchen im Rahmen des Programms teilnimmt.

 

Die Maschinen der CUMA* de la Plaine

Das Kolloquium bot die außergewöhnliche Gelegenheit, alle Maschinen der CUMA zu sehen, die mit finanziellen Mitteln des LIFE-Programms angeschafft werden konnten. Dies war außerdem die Gelegenheit, sich mit den Landwirten und der Landwirtschaftskammer des Elsass auszutauschen über die Vorzüge dieser Gerätschaften, die als innovativ gelten, und über die Art des Anbaus, den sie ermöglichen.

Actuellement 15 agriculteurs sont adhérents de la CUMA de la Plaine.

Aktuell gehören landwirte zur CUMA de la Plaine

Die Auswirkungen der LIFE Alister-Versuche auf die Böden

Die Landwirtschaftskammer des Elsass nutzte diese Gelegenheit, um ihre Studien darüber vorzustellen, welchen Einfluss die Pflanzendecken, die für den Feldhamster angelegt wurden, auf die Biologie der Böden haben. Mehrere Studien, z. B. zu Springschwänzen (Collembola), Regenwürmern, Laufkäfern, sowie der Tea Bag Index (lien du pdf du panneau à insérer) zeigen auf, dass die Verwendung von Nitrat speichernden Zwischenkulturen der Biodiversität im Ganzen zuträglich ist.

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Präsentation pädagogischer Materialien des landwirtschaftlichen Bereichs

Das ONCFS** hat diesen Sommer mehrere erläuternde Videos zum landwirtschaftlichen Bereich von LIFE Alister erstellt, die in Zusammenarbeit mit dem CNRS*** und der Landwirtschaftskammer des Elsass umgesetzt wurden.

Sie wurden als Vorpremiere beim Kolloquium gezeigt und können im YouTube-Kanal des Projekts angeschaut werden. Weil die Videos englische Untertitel haben, konnten auch die anwesenden niederländischen Landwirte alle Informationen mitnehmen.

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Das vor Fressfeinden schützende Rohr 

Das CNRS konnte auch die Funktionsweise des Tube Anti-Prédation (TAP, vor Fressfeinden schützendes Rohr) vorstellen, das während des Vormittags beim Runden Tisch Nr. 2 präsentiert worden war. Diese Einrichtung soll dem Feldhamster und anderen kleinen Säugetieren dazu dienen, leichter und zudem geschützt Wege zurückzulegen. Es wurde vom CNRS im Rahmen des Projekts LIFE Alister entwickelt und wurde sowohl im Labor als auch in Feldversuchen mit Feldhamstern in eingeschränkter Freiheit und mit Raubtieren in Käfigen getestet. Hierbei konnte der Forscher die Reaktionen des Hamsters auf die Zuflucht messen, die das TAP darstellt. Fotos und Videos dieser Versuche wurden bei den „Workshops“ gezeigt. 

Tube Anti-Prédation

Gegen Freßfeinde schützendes Rohr

Ein Kolloquium, das mit Glückwünschen endet

Bernard Gerber, Vizepräsident der Umweltkommission der Region Grand Est hat den Tag beschlossen, indem er alle Partner von LIFE Alister beglückwünschte. Die Region Grand Est ist Partner und Koordinator des Projekts, d. h. sie ist damit beauftragt, die Beziehungen zwischen den Partnern und auch mit der Europäischen Kommission zu pflegen, an welche sie über den Fortgang des Projekts berichtet. Dieses Kolloquium war übrigens auch für die Kommission die Gelegenheit, um den Experten der Agentur für Begleitung und Prüfung der Konformität der Projekte mit einem Besuch bei LIFE Alister zu beauftragen.

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*CUMA, Coopérative d’utilisation de matériel agricole en commun, Kooperative zur gemeinsamen Nutzung landwirtschaftlicher Geräte

 **ONCFS, Office National de la Chasse et de la Faune Sauvage, Französisches Amt für Jagd und wildlebende Tiere

*** CNRS, Centre National de la Recherche Scientifique, Französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung

 

 

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