Studenten der landwirtschaftlichen Fachschule von Obernai auf dem Revier des Feldhamsters

8 November 2017
 

Im Rahmen des LIFE Alister-Projekts begannen im Januar 2017 unter der Leitung der elsässischen Landwirtschaftskammer agrarwissenschaftliche Versuche mit 3 verschiedenen CIPAN[1]-Kulturmischungen (Nitrat bindende Zwischenkulturen). 14 Landwirte (darunter 7 Mitglieder der “CUMA de la Plaine”) nahmen an diesem Experiment teil. Sie säten direkt nach der Weizen-Ernte eine CIPAN-Mischung aus, um die Zeitspanne, in der der Boden im Sommer unbepflanzt bleibt, so weit wie möglich zu reduzieren. Nun werden die Messungen durchgeführt.

Auswahl des Saatguts und der Anbauform

 Die Landwirte konnten unter verschiedenen Mischungen mit 4 bis 10 Pflanzenarten wählen. Es wurde ihnen nur eine einzige Regel auferlegt: das Vorhandensein von mindestens einer Süßgrasart, einer Hülsenfrucht sowie von Sonnenblumen, d. h. von den Pflanzenarten, die die Ansiedlung des Feldhamsters fördern.

melanges-all

Neben der Auswahl der Saatmischungen konnten die Landwirte auch verschiedene Saattechniken testen, wie zum Beispiel das Direktsaat-Verfahren für die Landwirte der CUMA de la Plaine, die über die entsprechende Ausstattung verfügen, oder ein klassischeres Verfahren nach der Stoppelbearbeitung der Parzellen.

cipan

Das Foto zeigt eine Parzelle von Jean-Luc MEPPIE in Oberschaeffolsheim und Achenheim (Mischung 1)

 

Die Teilnahme der BTS[2]-Studenten aus dem Bereich Agrarwissenschaft und Pflanzenbau

 Nach den oben genannten Versuchen wurden auf den verschiedenen Parzellen Messungen durchgeführt. Das war der Zeitpunkt, an dem die BTS-Studenten im ersten Studienjahr „Agrarwissenschaft und Pflanzenbau“ an der Studie teilnahmen. Die elsässische Landwirtschaftskammer hatte gemeinsam mit den jungen Studenten einen Bogen zur Bewertung des jeweiligen Terrains erarbeitet. Mit diesem Bogen können erste Beobachtungen auf den Studien-Parzellen systematisch erfasst werden.

Die Studenten definierten gemeinsam mit Annabelle Revel-Mouroz, Fachberaterin „Service Environnement et Innovation“, die zugrundeliegenden Kriterien: Vorhandensein von Insekten und Regenwürmern, Qualität der Bepflanzung…

 

Vom 10. bis 12. Oktober haben sie vor Ort Daten gesammelt und Proben auf 50cm x 50cm Terrain entnommen, die anschließend getrocknet, gewogen und miteinander verglichen werden, um die verschiedenen Biomasse-Produktionen, die die CIPAN-Kulturen hervorgebracht haben, zu messen.


[1] Culture Intermédiaire Piège A Nitrate

[2] Brevet de Technicien Supérieur

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