Sie haben den elsässischen Feldhamster

21 March 2018
 

Zwei Studenten im fünften Studienjahr Elektrotechnik am INSA in Straßburg, Dimitri Halter und Louis Paris, entschieden sich für den elsässischen Feldhamster im Rahmen ihres Studienprojekts im Bereich Elektronik. Am Dienstag, den 16. Januar 2018, stellten sie das Ergebnis ihres Projekts vor: die Konzipierung eines Empfänger-Systems, das auf die vom ONCFS verwendeten Sender abgestimmt ist, um Hamster zu identifizieren und ihre Bewegungen nachzuverfolgen.

Victor Talbot und Sébastien Tourneur, zwei Studenten im 5. Studienjahr mit Spezialisierung auf den Bereich Mechatronik, haben sich ebenfalls mit dem Thema „intelligenter Sensor“ beschäftigt. In ihrem Studienprojekt arbeiteten sie an der Koppelung eines Empfängers mit einem automatischen Bildaufnahmesystem zur Erstellung einer Karte, die das Vorhandensein von Hamstern abbildet.

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Louis Paris und Dimitri Halter

Dieser Empfänger, an den ein Verstärker angeschlossen ist, kann die Signale der Sender, mit denen die Hamster ausgestattet sind, empfangen. Er speichert auch ihre GPS-Position, die man anschließend auf eine Karte übertragen kann.

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Dimitri e und Louis werden noch ein paar Feinarbeiten an ihrem System durchführen. Nach der Fertigstellung wird eine automatisierte Flugdrohne, die am INSA in Straßburg von den Studenten der Bereiche Elektrotechnik und Mechatronik entwickelt wurde, mit dem Empfänger ausgestattet.

Diese Drohne wird die verschiedenen Felder überfliegen und nach Hamstern suchen, die kein Signal mehr aussenden. Die Suche nach vermissten Tieren ist für die Akteure des ONCFS eine ansonsten recht langwierige Etappe. Unter idealen Bedingungen ist der charakteristische “Piepton”, der durch die Signalstärke eines Senders ertönt, lediglich in einem Umfeld von ca. 50m hörbar.lWenn ein Signal verlorengeht (weil das Tier große Entfernungen zurückgelegt hat oder von einem anderen Tier gefressen wurde) müssen alle umliegenden Parzellen durchpflügt werden, wobei die Richtung ungefähr alle 80m gewechselt wird. Das ist eine recht sportliche Angelegenheit und manchmal muss die ganze Arbeit noch einmal von Neuem begonnen werden, denn es ist unmöglich, den gesamten Suchradius an einem Tag zu durchforsten. Außerdem kann sich das vermisste Tier während der Suche auch weiter fortbewegen


Das Studienprojekt ist ein neuer Ansatz, der dazu beiträgt, die Maßnahmen zur Beobachtung und Arterhaltung des Feldhamsters in Zukunft zu erleichtern. Wir danken den beteiligten Studenten sowie Herrn Renaud Kiefer, forschender Dozent am INSA, für ihren Enthusiasmus und ihre kreativen Ideen.

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