Die Rolle des ONCFS in Bildern

2 avril 2019
 

Das ONCFS engagiert sich als Partner seit 1996 für den Schutz des Feldhamsters. Die ihm übertragenen Aufgaben sind vielfältig und ermöglichen einerseits, den Zustand der Hamster-Populationen durch das Zählen der Baue zu bewerten sowie, durch die Beobachtung und Nachverfolgung von Tieren, die Gründe für ihren Rückgang zu verstehen und die gefährdetsten Populationen zu stärken. Diese Arbeit spiegelt sich in drei anschaulichen Videos wider.

Die Suche nach Hamsterbauen: ein Indikator für den Zustand der Populationen

Die Akteure des ONCFS suchen Luzernen- und Wintergetreidefelder jedes Jahr, nach dem Winterschlaf des Feldhamsters, nach Hamsterbauen ab. Dadurch können anschließend Karten erstellt werden, die die Verteilung der Tiere darstellen und die Entwicklung der Populationen bewerten. Auf diese Weise wurde der drastische Rückgang der Hamster-Populationen festgestellt. Die Lokalisierungsdaten des Feldhamsters sind ein unverzichtbares Werkzeug zur Erhaltung dieser Tierart. Sie werden jährlich den Landwirten präsentiert, die dann ihrerseits entscheiden können, günstige Kulturen in der Nähe von Hamsterbauen anzupflanzen. Diese Feinanpassung der Maßnahmen in Abhängigkeit der Beobachtungsdaten zu den Hamster-Populationen zeigt bereits positive Auswirkungen. Seit einigen Jahren beobachten wir eine relative Stabilisierung, sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Feldhamster als auch bei ihrer Verteilung.

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Die Bedürfnisse der Tierart zu verstehen, ermöglicht eine bessere Anpassung der Schutzmaßnahmen

Für die Anpassung der Schutzmaßnahmen an die Bedürfnisse der Tierart ist es notwendig, ihre Wirkung auf biologische Parameter, wie die Überlebens- und Fortpflanzungsrate, zu bewerten. Dies geschieht insbesondere durch die Beobachtung und Nachverfolgung markierter Tiere. Das ONCFS verfolgt die Hamster von Bau zu Bau mithilfe eines Empfängers und einer Telemetrie-Antenne, bis zum Beginn des Winterschlafs oder dem Tod eines Tieres. Die am Eingang der Hamsterbaue platzierten Kamerafallen helfen dabei, neue Würfe zu beobachten und die Fortpflanzungsrate der Weibchen einzuschätzen. Dank dieser Beobachtungen konnten wir im Rahmen des LIFE Alister-Projekts einige Empfehlungen zu landwirtschaftlichen Praktiken, die den Erhalt der Tierart fördern, aussprechen.

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Die gefährdetsten Populationen stärken

Drei Viertel der elsässischen Feldhamster-Populationen bestehen aus einer nur geringen Anzahl an Tieren, die teilweise in voneinander getrennten Parzellen leben. Diese Populationen müssen durch das Freilassen von Tieren unterstützt werden. Das ONCFS setzt hierfür seit 2003 ein entsprechendes Programm um und arbeitet dabei mit drei Aufzuchtstationen zusammen: Naturoparc, CNRS DEPE und Sauvegarde Faune Sauvage. Die Hamster werden in künstlich angelegten Bauen freigelassen, die sich auf eingezäunten Parzellen befinden. Das Wintergetreide wird dort nicht gemäht. So finden die freigelassenen Hamster einen ersten Unterschlupf und sind vor Raubtieren geschützt. Dank der im Rahmen des LIFE Alister-Projekts erarbeiteten Empfehlungen wird auf diesen Parzellen auch ein Streifen mit gemischtem Saatgut kultiviert, der den Hamstern eine passende Nahrungsquelle liefert.

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Die drei Videos des ONCFS werden ab diesem Frühjahr auf YouTube zu sehen sein.

Siehe auch Thema Landwirtschaft Der Schutz des Feldhamsters, Wiedereinführung des Feldhamsters in der Elsässischen Ebene, Das Einfangen und Nachverfolgen von Feldhamstern durch das ONCFS 

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