FELDHAMSTERAUFZUCHT FÜR ERHALTUNGSMASSNAHMEN (A1)

Massnahmenziele:

Die Tiere, die in einem natürlichen Lebensraum ausgesetzt (Maßnahmen C2 und C3) und zur Erprobung neuer Anbautechniken (Maßnahmen A3 und C1) eingesetzt werden, sollen aus Aufzuchtanlagen mit halbfreier Haltung stammen, in welchen innovative Zuchttechniken angewendet werden, die den Kontakt mit Menschen einschränken und die Tiere auf ein Leben in artgerechter Freiheit vorbereiten. Die Überlebensrate ausgewilderter Exemplare liegt 15 Tage nach deren Freilassung und außerhalb von Prädationsschutzanlagen bei Null. Möglicherweise lässt sich diese große Anfälligkeit der freigelassenen Zuchthamster gegenüber Prädationsrisiken mit den Aufzuchtmethoden in den herkömmlichen Tierhandlungen erklären (Futtergabe tagsüber, die mit der Präsenz des Züchters verbunden wird, usw.). Außerdem ist es unabdingbar, die Versuche in Bezug auf neue Anbaumethoden an Zuchthamstern durchzuführen, die vergleichbaren Bedingungen ausgesetzt waren.

Die Ergebnisse der 2012 durchgeführten Populationsaufstockung zeigen, dass das Belassen einer Vegetationsdecke nach der Ernte sowie die Verwendung elektrischer Zäune auf den Parzellen die Lebensdauer von Feldhamstern aus Zuchtstationen signifikant erhöhen. Die im Laufe des Jahres 2012 beobachteten Reproduktionsraten lagen zwischen 0,6 und 1 Würfen pro freigelassenem Zuchtweibchen, was gegenüber 2010 und 2011 keinerlei Veränderungen darstellt. Dieses Protokoll garantiert die In-situ-Vermehrung nicht trächtiger Zuchtweibchen, wodurch bereits ab dem Jahr des Auswilderns eine wildlebende Generation in situ geboren wird.

Die Anzahl der unter den besten bekannten Bedingungen ausgewilderten Tiere stieg während der letzten drei Jahre regelmäßig an. Im Jahr 2010 wurden lediglich 21 von 217 Tieren auf einer nicht abgeernteten und mittels Elektrozaun gesicherten Weizenparzelle ausgesetzt. Im Jahr darauf profitierten bereits 40 der 191 ausgesetzten Exemplare von jenen Bedingungen, welche ein Überleben und eine Vermehrung in situ sicherstellen. 2012 galten bereits bei 190 Tieren, darunter 125 Weibchen, die bestmöglichen Bedingungen als erfüllt.

Diese 125 Weibchen vermehrten sich, und so war es möglich, dass Ende September 2012 137 benutzte Baue gefunden wurden, welche jene Exemplare beherbergten, die zur Entstehung neuer, in freier Wildbahn lebender Kernpopulationen inmitten der Verbreitungsgebiete dieser Tierart führen sollen. Ab dem Jahr 2013 wurde ihr Fortbestand durch das Vorhandensein einer förderlichen und umsichtig angelegten Vegetationsdecke auf und neben den Aufnahmeparzellen begünstigt.

Für die Maßnahme verantwortlich: CNRS

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